MONTENEGRO INDIVIDUALREISEN, DER GEHEIMTIPP ZWISCHEN HOCHGEBIRGE UND MEDITERRANER LEBENSART

17/10/2019

Nach jahrzehntelanger Isolation öffnet sich der Balkanstaat und offeriert dem Montenegro Individualreisenden unbekannte Naturschönheiten

In seiner wechselvollen Geschichte im Laufe der Jahrhunderte war das kleine Land am Adriatischen Meer schon vielen Unwägbarkeiten ausgesetzt. Mitte des 1. Weltkriegs noch kurzfristig von der K.u.K.- Monarchie besetzt, ging das Fürstentum und spätere Königreich Montenegro 1920 über in das Staatsgebiet des Königreichs Jugoslawien. Ab 1945 wurde Montenegro von Titos Sozialistischer Föderativer Republik Jugoslawien vereinnahmt. Damit war das Land über gut 7 Jahrzehnte relativ isoliert von der Außenwelt. Nach den politischen Verwerfungen der Jugoslawienkriege der 90er Jahre bildete Montenegro mit Serbien die Restrepublik Jugoslawien. Mit der Unabhängigkeit im Jahre 2006 normalisierte sich das Leben in dem Kleinstaat. Heute umgeben Kroatien, Bosnien- Herzegowina, Serbien, Kosovo und Albanien die parlamentarische Republik Montenegro mit der Hauptstadt Podgorica.

Seit dieser Zeit öffnet sich Montenegro auch für den Tourismus. Dem Montenegro Individualreisenden bietet das Land somit eine Vielzahl unbekannter Schätze. Wilde, zerklüftete Canyons des Dinarischen Karstgebirges mit noch bestehenden Gletschern stehen in solidem Kontrast zu den weiten Stränden der Adria. Der Südosten um den Skutarisee beherbergt eine Vielzahl von Ökosystemen mit einer großen Anzahl endemischer Spezies. Dies alles umgibt die bekannte mediterrane Atmospäre mit seiner überbordenden kulinarischen Vielfalt. Montenegro bietet somit allen Facetten des Individualreisens Interessantes und Unbekanntes.

Wilde Berglandschaften ziehen Montenegro Individualreisenden in den Bann

In der nördlichen Bergregion findet der Montenegro Individualreisende eine große Anzahl von Naturparks. Der Biogradska Gora ca. 100 km nördlich von Podgorica wartet mit einzigartigen geomorphologischen Sensationen auf. Im letzten Urwald Europas, gelegen zwischen 1000 und gut 2000 m Höhe, durchwandert der Montenegro Individualreisende unberührte uralte Bergwälder, welche von kristallklaren Gebirgsbächen durchzogen sind. Vom Wintersport- und Luftkurort Kolašin führen Touren auf einer Vielzahl von Wanderwegen in den Naturpark. Grüne Bergweiden umrahmen eine Kette von sechs Gletscherseen. 2000 verschiedene Pflanzenarten lassen neben 150 Vogel- und Reptilienarten das Herz des Naturliebhabers höher schlagen. Auch Rotwild und Bären sind zu beobachten. Abgerundet wird das Bild von malerischen alten Mühlen und Gebäuden am Wegesrand.

Das seit 1980 zum UNESCO- Weltnaturerbe zählende Bergmassiv des Durmitor bietet im Winter hervorragende Wintersportmöglichkeiten. Wandern und andere Outdooraktivitäten stehen selbstverständlich auf der Tagesordnung. Die in 2500 m Höhe aufeindandertreffenden feuchten Luftschichten der Adria und trockenkalten Winde Kontinentaleuropas ermöglichen Schneehöhen von bis zu drei Metern. Eine Vielzahl kleinerer Gewässer bilden eine großartige Seenlandschaft aus. Im Sommer ist die Tara-Schlucht das touristische Highlight der Region. Gelegen im bosnisch- montenegrinischen Grenzgebiet fräste die Tara im Laufe der Jahrmillionen die tiefste Schlucht Europas auf ca 1300 m Tiefe aus. Sie ist neben dem Colorado- Canyon die größte ihrer Art. Bei einem Gefälle von bis zu 3,6 m/km und mehreren Wasserfällen ist Rafting die maßgebliche Aktivität. Für weniger Sportliche sei die Panoramastraße von Biogradska Gora nach Žabljak empfohlen. Der Blick auf die türkisblauen Wasser der Tara bleibt unvergesslich. Der Piva- Stausee bei Plužine bietet den Bergbegeisterten unter den Montenegro Individualreisenden einen weiteren Anziehungspunkt. Der zweitgrößte Stausee des Landes wird gerne von Anglern und Wassersportlern genutzt. An der Grenze zu Albanien bleibt der Nationalpark Prokletije mit dem angrenzenden Plavsee zu erwähnen. Auch hier geben sich Aktivitäten wie Bergwandern, Wasser- und Skisport auf kleinstem Raum die Hand.

Montenegro Individualreisen in der Zentralregion

Die Region ist die am dichtesten besiedelte des Landes und Podgorica als Hauptstadt mit seinen Theatern, Galerien und Museen das kulturelle Zentrum. Aufgrund seiner wechselhaften und teilweise leidvollen Geschichte weist der ca. 1000 Jahre alte Ort einen architektonischen Stilmix auf. Sind am Stadtrand noch historische Überreste aus der Römerzeit zu bestaunen, weisen Moscheen auf den osmanischen Einfluss hin. Aber auch die gigantischen sozialistischen Wohnblöcke findet der Montenegro Individualreisende vor. Zu erwähnen sei die Milleniumbrücke und die orthodoxe Auferstehungsbrücke als Wahrzeichen der Stadt. Als kultureller Gegenpol ist Cetinje zu nennen, bis 1918 Hauptstadt Montenegros und heute noch Amtssitz des Präsidenten. Die Universität Montenegro und gut erhaltene königliche Gebäude bilden das architektonische Herz der Stadt ebenso wie Bauten der ehemaligen Botschaften und ein Kloster. Geschichte pur atmet der Montenegro Individualreisende am Fuße des Lovćen, dem Bergmassiv und gleichnamigen Nationalpark, an dessen Fuße er die Städte Kotor und vor allem Budva entdecken kann. Letztere ist eine der ältesten Städte an der Adria. Laut Mythologie ist sie ca. 2500 Jahre alt und vom griechisch- phönizischen König Agenor gegründet. Kirchen- und Festungsbauten legen davon Zeugnis ab. Interessant ist vor allem Kosmač, die südlichste Festung der Habsburger.

Auch das Kloster Ostrog interessiert den Kulturreisenden. Das im 17. Jahrhundert in die Felsen gebaute Kirchenbauwerk ist eines der bedeutendsten Klöster der serbisch- orthodoxen Kirche und erlangte im 2. Weltkrieg zweifelhafte Berühmtheit. Die Gestapo verfolgte 1941 König Peter II, der sich hier versteckte, und nahm Teile des serbischen Staatsschatzes in Gewahrsam.

Montenegro Individualreisen an der Adriaküste

Mit knapp 300 km Küstenstreifen, davon 72 km Strände, findet der Montenegro Individualreisende geraumen Platz für Erholung und Entspannung. Die Region um die Bucht von Kotor mit den Städten Herceg Novi, Perast, Kotor und Risan gilt heute als touristisches Zentrum Montenegros. Die Bucht wird als südlichster Fjord Europas bezeichnet und ist geprägt durch die enge Verzahnung von Hochgebirgsrelief und Meeresküste. Dies garantiert sowohl einzigartige Panoramabilder als auch eine große ökologische Vielfalt. Hier ist eine der größten Religionsansammlungen des Mittelmeeres angesiedelt, bemerkbar an den vielen Kirchenbauten verschiedener Glaubensrichtungen. Malerisch liegen kleine Ortschaften wie auf eine Perlenschnur gezogen am Rand der Bucht. Pauschaltourismus ist in Herceg Novi beheimatet. Die große Anzahl von Restaurants, Bars und Diskotheken sind der Beleg dafür. Auch die Altstadt mit drei Forts und Stadtmauer ist einen Besuch wert und die etwas außerhalb gelegenen Strände im Osten sind durchaus sehenswert. In Risan findet der Montenegro Individualreisende einerseits malerische Strände, andererseits können von der Küste aus Bergtouren unternommen werden. Das besondere an Perast sind neben der orthodoxen Kirche die beiden vorgelagerten Inseln, wovon eine ein Benediktiner- Kloster aus dem 12. Jahrhundert beherbergt. Die Stadt Kotor selbst ist seit 1979 UNESCO Weltkultur- und Naturerbe. Schon im 3. Jahrhundert suchten die Illyrer Schutz in diesem Naturhafen. Die Byzantiner befestigten den Hafen und die Sarazenen plünderten ihn. Sogar die Mongolen hinterließen im 13. Jahrhundert ihre Spuren.

Die schon erwähnte Stadt Budva nennt mit die schönsten Adriastrände ihr Eigen. Hohe Wasserqualität zeichnet sowohl Mogren aus als auch Jaz Beach und Budva Strand selbst aus. Feiner Sand verbindet sich mit hippen Bars und mediterraner Lebenskultur. Weiter in Richtung Süden kann man das Postkartenmotiv Montenegros an sich entdecken. Die kleine Halbinsel Sveti Stefan wartet mit zwei der schönsten Strände der Adria auf. Noch als Geheimtipp gelten Buljarica und Petrovac.

Die Höhepunkte der montenegrinischen Adriaküste finden sich aber im südöstlichen Teil rund um Ulcinj. Diese Region gilt als Neuentdeckung des internationalen Tourismus, kilometerweite Sandstrände und Ökotourismus verbinden sich mit architekonischen Perlen und pulsierendem Nachtleben. Ulcinj selbst hat eine sehenswerte Stadtmauer und einen fast unberührten Strand von 13 km Länge, der sich bis zur albanischen Grenze hinzieht. Auch hier wandelt der Montenegro Individualreisende auf geschichtsträchtigem Boden. Archäologische Funde verweisen auf griechiche Kolonisten der Antike. Die Stadt Bar hat einen bedeutenden Seehafen und von hier aus gehen Fähren nach Bari und Ancona in Italien ab. Die Altstadt wurde durch ein Erdbeben zerstört und 1979 komplett in Strandnähe wieder aufgebaut. Sie gleicht einem lebenden Museum. Im Munizip Bar finden wir noch Utjeha, ein klassisches Tourismuszentrum, bereits im frühen 18. Jahrhundert von venezianischen Gräfinnen entdeckt. Der dortige Strand ist wie weitere 18 Strände mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, welche nachhaltigen Tourismus in Küstenregionen prämiert. Die Insel Ada Bojana ist bekannt wegen ihrer exquisiten Restaurants und ihres FKK- Strandes.

Ein weiteres grandioses Schauspiel bietet der Skutarisee, ca. 20 km von Ucinj entfernt und durch das Küstengebirge Rumija (1600 m) von der Adria getrennt. Der neben dem Gardasee größte südeuropäische See liegt teilweise auf albanischem Staatsgebiet und beherbergt einige endemische Spezies. Die malerischen Inseln an der montegrinischen Küste ergeben hervorragende Postkartenmotive.

Allgemeine Reisetipps für Montenegro Individualreisen

Der in Montenegro akzeptierte Euro erleichtert die Reise im Lande natürlich. Die Anreise per Flugzeug läuft entweder über Podgorica oder Tivat. Direktflüge aus Deutschland sind eher selten. Eine Alternative bietet ein Flug nach Dubrovnik mit anschließender Einreise per Mietwagen. Die Straßen in Montenegro sind schmal und man sollte dabei den günstigen Kleinwagen wählen anstelle des breiten SUV. Das beste Transportmittel ist das Auto, Trampen ist weitverbreitet. Busse und Bahnen sucht man im Landesinneren eher vergeblich. Mit Englisch kommt man leidlich voran, oftmals wird einem aber von ehemaligen Gastarbeitern, welche ein akzeptables Deutsch sprechen, weitergeholfen. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung liegen auf einem niedrigeren Niveau als in Deutschland, Spottpreise sind allerdings nicht zu erwarten. Eine Bargeldreserve ist empfehlenswert, um nicht gleich zu Anfang der Reise auf Geldsuche zu gehen. In Restaurants werden Karten oft nicht akzeptiert, in größeren Supermärkten schon. In Städten ist die Ausstattung mit Geldautomaten zufriedenstellend. Der Montenegro Individualreisende sollte sich allerdings vorher bei seiner Hausbank erkundigen, welche der Karten die beste Wahl sind. Unterkünfte und Campingplätze gibt es in ausreichender Anzahl, meist reicht auch ein Appartment oder Zimmer (sope) aus. Eine Vorbestellung ist in der Regel nicht notwendig. Im Landesinneren bietet die montenigrinische Küche kräftige Balkankost. An der Küste dominieren mediterrane Zutaten wie Fisch, Meeresfrüchte und Obst. Für jeden Besucher des Landes ist somit gesorgt.

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